NATIONAL BOARD OF REVIEW 2010
"Up in the Air" als bester Film ausgezeichnet

Bereits seit Tagen wird in Presse und Blogs über mögliche Golden Globe- und Oscarnominierungen spekuliert. Mit der Vergabe der ersten Auszeichnungen durch den in New York ansässigen Kritikerverband National Board of Review wurde am Donnerstag nun traditionell die Award-Saison eröffnet. Gewinner des Kritikerpreises haben gute Chancen auf eine Nominierung für den im März vergebenen Academy Award. So gewannen in den vergangenen zehn Jahren drei ausgezeichnete Produktionen später auch den Oscar, darunter "Slumdog Millionär" und "No Country for Old Men"; sechs weitere schafften es immerhin bis zur Nominierung.
Zu den Filmen, die sich somit im kommenden Jahr Hoffnung auf einen Oscar und damit die höchste Auszeichnung der Filmindustrie machen dürfen, gehört seit gestern der Streifen "Up in the Air", der von der Jury aus Filmemachern und Filmwissenschaftlern mit insgesamt vier Preisen bedacht wurde. Die schwarze Komödie von Jason Reitman erhielt Auszeichnungen für den besten Film und das beste adaptierte Drehbuch; George Clooney gewann den Preis als bester Hauptdarsteller, Anna Kendrick überzeugte als beste Nebendarstellerin.
Clooney teilt sich den Darstellerpreis mit Morgan Freeman, der für seine Leistung als Nelson Mandela in dem Streifen "Invictus - Unbezwungen" ("Invictus") ausgezeichnet wurde. Regisseur Clint Eastwoods erhielt den Preis für die beste Regie in diesem Film. Beste Hauptdarstellerin wurde Carey Mulligan für ihre Rolle als britisches Schulmädchen in "An Education"; bester Nebendarsteller ist Woody Harrelson für seine Rolle in "The Messenger". Joel und Ethan Coen bekamen für ihren Film "A Serious Man" eine Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch. Der Preis für die beste Ensembleleistung ging an Meryl Streep, Alec Baldwin und Steve Martin für die Komödie "Wenn Liebe so einfach wäre" ("It's Complicated").
Bester Animationsfilm ist in den Augen der Kritiker die Disney/Pixar-Produktion "Oben" ("Up"); "Die Bucht" ("The Cove") erhielt den Preis für die beste Dokumentation. Bester ausländischer Film wurde Jacques Audiard's "A Prophet".
Die Preise werden am 12. Januar in Manhattan, New York verliehen.
Die Gewinner im Überblick:
- Bester Film: "Up in the Air"
- Bester Regisseur : Clint Eastwood, "Invictus"
- Beste Schauspieler: George Clooney, "Up In The Air" & Morgan Freeman, "Invictus"
- Beste Schauspielerin : Carey Mulligan, "An Education"
- Bester Nebendarsteller : Woody Harrelson, "The Messenger"
- Beste Nebendarstellerin : Anna Kendrick, "Up In The Air"
- Bester ausländischer Film : "A Prophet"
- Beste Dokumentation: "The Cove"
- Bester Animationsfilm : "Up"
- Beste Ensemble Cast: "It's Complicated"
- Breakthrough Performance by an Actor: Jeremy Renner, "The Hurt Locker"
- Breakthrough Performance by an Actress: Gabourey Sidibbe, "Precious"
- Spotlight Award for Best Directorial Debut: Duncan Jones, "Moon", Oren Moverman, "The Messenger", Marc Webb, "(500) Days of Summer"
- Bestes Originaldrehbuch : Joel und Ethan Coen, "A Serious Man"
- Bestes Adaptiertes Drehbuch : Jason Reitman und Sheldon Turner, "Up In The Air"
- Special Filmmaking Achievement Award: Wes Anderson, "The Fantastic Mr. Fox"
- William K. Everson Film History Award: Jean Picker Firstenberg
- NBR Freedom of Expression: Burma Vj.: "Reporting From a Closed Country", "Invictus", "The Most Dangerous Man in America: Daniel Ellsberg and the Pentagon Papers"

