BAFTA 2010
"The Hurt Locker" dominiert britischen Filmpreis

Das Kriegsdrama "The Hurt Locker" ist der große Gewinner der britischen Filmpreise (BAFTAS), die am gestrigen Sonntag in London verliehen wurden. Der Streifen von Kathryn Bigelow, der mit acht Nominierungen zu den Favoriten zählte, triumphierte am Ende mit sechs Auszeichnungen, darunter in den wichtigen Kategorien bester Film, Regie, Originaldrehbuch, Kamera und Schnitt. "The Hurt Locker" geht damit als großer Favorit ins Rennen um die begehrten Oscars, die in zwei Wochen verliehen werden und für die der Film neun Nominierungen erhielt. Bigelow selbst hat beste Chancen, als erste Frau überhaupt einen Regieoscar zu gewinnen.
Einen herben Rückschlag in Sachen Oscars hat hingegen der zweite Favorit des Abends, James Camerons "Avatar", erlitten. Der Abend in London jedenfalls war eine einzige Enttäuschung für das an den Kinokassen so erfolgreiche Science-Fiction-Spektakel. Ebenfalls mit acht Nominierungen ins Rennen gegangen, reichte es am Ende gerade für zwei Preise – in den eher untergeordneten Kategorien Ausstattung und visuelle Effekte.
In der Kategorie bester nichtenglischsprachiger Film musste sich die deutsche Produktion "Das weiße Band" von Michael Haneke dem französischen Film "Un prophète" von Jacques Audiard geschlagen geben. Haneke, der bereits den Golden Globe, den europäischen Filmpreis sowie weitere Auszeichnungen entgegen nehmen konnte, gilt dennoch als heißer Favorit auf die Oscars.
Die britischen Schauspieler Colin Firth ("A Single Man") und Carey Mulligan ("An Education") wurden als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet; beste Nebendarstellerin ist Mo'nique ("Precious"), bester Nebendarsteller Christoph Waltz ("Inglorious Basterds"). "Up in the Air" wurde mit dem Preis für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet; bester Animationsfilm wurde die Disney/Pixar-Produktion "Oben" ("Up").

